Rechteeinräumungen bei ORCID – ein Formulierungsvorschlag

Paul Vierkant Allgemein, Best-Practice, Blog 0 Comments

Der folgende Gastbeitrag von Kathrin Höhner (Universitätsbibliothek der Technischen Universität Dortmund) widmet sich dem Thema der Rechteeinräumung und wie diese formuliert werden kann.

Auf dem 3. ORCID-DE-Workshop zu Perspektiven und Technik von ORCID in Deutschland wurden u.a. Best-practice-Beispiele für die Umsetzung der ORCID-Integration diskutiert. Zu dem Badge authenticate wurde der Wunsch geäußert, ein Beispiel für die Einräumung von Rechten (Scopes) zur Verarbeitung von Daten aus ORCID-Records zur Nachnutzung zur Verfügung zu stellen. Die deutschen Übersetzungen (erstellt durch Kathrin Höhner und Veronika Josenhans) sowie die englischen Originaltexte von ORCID Inc. sind mit der Creative Commons Zero Deed verknüpft und somit frei nachnutzbar.

Im Standard-Verfahren von OAuth erfolgt eine Autorisierung so, dass die Person, die eine Anwendung autorisieren soll, nur darüber informiert wird, dass sie mit ihrer Zustimmung dem Betreiber der jeweiligen Anwendung Rechte einräumt. Ein Auswahl einzelner Rechte ist nicht möglich. Um größtmögliche Transparenz zu erzielen, war es der UB Dortmund wichtig, dass die Person selbst entscheiden kann, ob und welche Rechte sie der UB Dortmund einräumt. Dies erfolgt durch ein vorgeschaltetes Formular, indem ein Haken an die jeweilige Textpassage gesetzt werden kann. Nur diese ausgewählten Rechte werden dann auch angefordert. Besitzende eines ORCID-Records können bis zu vier Haken zur Rechteeinräumung setzen, die sich auf die Rechte

  • read limited
  • update activities
  • update biography

verteilen. Das Recht read limited wird dabei noch einmal unterteilt in das reine Leserecht und das Recht, die gelesenen Daten auch öffentlich anzuzeigen.

ORCID Rechteeinräumung an der Technischen Universität Dortmund

Screenshot der ORCID-Rechteeinräumung an der Technischen Universität Dortmund

Da die Publikationsdatenverwaltung, für die u.a. die ORCID-Integration verwendet wird, in Kooperation mit der UB Bochum erfolgt, wurden folgende Texte gemeinsam mit der UB Bochum verfasst:

read limited
Diese Anwendung ermöglicht es generell, auf öffentliche (everyone) und eingeschränkt sichtbare (trusted parties) Elemente Ihres ORCID-Records zuzugreifen.
Die TU Dortmund / die RUB nutzt diese Anwendung jedoch ausschließlich zum Lesen der bibliographischen Angaben unter „Works“.
Sofern diese bibliographischen Angaben in Ihrem ORCID-Record sichtbar sind (everyone), werden diese Angaben auch in der Hochschulbibliographie öffentlich sichtbar dargestellt. (Dieses Recht wird noch einmal getrennt eingeräumt.)

update activities
Diese Anwendung ermöglicht es generell, in Ihrem ORCID-Record Einzelheiten zu Ausbildung, Beschäftigungsverhältnis, Fördermitteln, Publikationen und Begutachtungen zu erstellen, zu aktualisieren und zu löschen.
Die TU Dortmund / RUB nutzt diese Anwendung jedoch ausschließlich, um in Ihrem ORCID-Record bibliographische Angaben unter „Works“ zu aktualisieren und die TU Dortmund / RUB in standardisierter Schreibweise unter „Employment“ einzutragen.

update biography
Diese Anwendung ermöglicht es generell, in Ihrem ORCID-Record die Einträge zu anderen Namen, Schlagwörtern, Ländern, Researcher-URLs, Webseiten und persönlichen externen Identifikatoren zu erstellen, zu bearbeiten und zu löschen.
Die TU Dortmund / RUB nutzt diese Anwendung jedoch ausschließlich dazu, Ihrem ORCID-Record externe Personen-Identifikatoren wie z. B. die Researcher ID hinzuzufügen.

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