ORCID in Affiliationsrichtlinien – Best Practice

Paul Vierkant Best-Practice, Konsortium, Policy 0 Comments

Eine erfolgreiche Einführung von ORCID an einer Einrichtung hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Erst die technische Implementierung ermöglicht die Nutzung der ORCID iD an der eigenen Einrichtung. Eine koordinierte PR-Kampagne, die die Möglichkeiten der ORCID-Nutzung an der eigenen Einrichtung bewirbt, weckt das Bewußtsein für die Vorzüge und Notwendigkeit von Autor*innenidentifikation unter den eigenen Wissenschaftler*innen. Dieser Bottom-Up-Prozess ist essentiell für die Akzeptanz und Verbreitung von ORCID an einer Institution. Ein durch die Institutionsleitung initiierter Top-down-Prozess, der die ORCID iD in Policies integriert, unterstützt die Einführung von ORCID administrativ.

Im Rahmen einer auf den Open-Access-Tagen 2019 veröffentlichten Kurzumfrage innerhalb des ORCID Deutschland Konsortiums wurden dessen Mitglieder befragt, in welchen Policies ihrer Einrichtung ORCID ein Bestandteil sei. Von den 30 Einrichtungen, die eine Affiliationsrichtlinie haben, gaben zehn an, „ORCID ist bereits Bestandteil“ , acht Einrichtungen antworteten, es „ist geplant“. Fünf Einrichtungen haben „noch nicht darüber nachgedacht“ und lediglich bei sieben Einrichtungen ist ORCID nicht in der Richtlinie vorhanden.Insgesamt antworteten somit die Einrichtungen, bei denen eine Affiliationsrichtlinie vorhanden ist, mehrheitlich positiv.
ORCID-Affiliation_2019

Die Technische Universität Berlin – als Mitglied im ORCID Deutschland Konsortium – zählt zu den Einrichtungen, welche die ORCID iD in ihre Affiliationsrichtlinie integriert haben. Im Wortlaut heißt es in der im Oktober 2019 veröffentlichten Affiliationsrichtlinie:

“Darüber hinaus wird allen Angehörigen der TU Berlin ausdrücklich empfohlen, sich bei ORCIDzu registrieren. Die individuelle Open Researcher and Contributor ID (ORCID-ID) ermöglicht die eindeutige Verknüpfung der Person mit Publikationen, Forschungsdaten und anderen Produkten des Forschungsprozesses.”

Verantwortlich für die Einführung von ORCID an der Hochschule ist die Universitätsbibliothek. Sie war es, die den Integrationsprozess vorangetrieben hat. „Ziel der Integration von ORCID in Policies der TU-Berlin ist es, ein institutionelles und administratives Signal an die Mitarbeiter*innen unserer Hochschule zu senden, dass ORCID gleichermaßen sinnvoll und praktisch für Autor*innen und Hochschule sind,“ erklärt Jürgen Christof, Leiter der Universitätsbibliothek. Die TU-Berlin plant eine ORCID-Implementierung, um das Publikationsoutput ihrer Einrichtung besser zu erfassen und sichtbar zu machen. Diese vorbildliche Praxis der Policy-Integration wird den Prozess der Einführung von ORCID an der TU-Berlin administrativ erleichtern und befördern.

 

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